Was, wenn eine Stunde pro Woche ein Leben verändern könnte?

Du denkst, Fußball spielen, Eis essen oder in den Zoo gehen sind nette Freizeitbeschäftigungen? Nein! Bei uns sind sie viel mehr. Sie verändern Leben und Du gestaltest diesen Wandel mit.

Langfristig. Nachhaltig. Wissenschaftlich nachgewiesen.

Du wohnst in Leipzig?
Du bist zwischen 17-30 Jahre alt?
Du bist zuverlässig und hast wöchentliche ein paar Stunden Zeit?

Dann engagiere Dich ehrenamtlich und begleite ein Grundschulkind!

FAQ

Warum heißt das Mentoringprogramm Balu und Du?

Der Name stammt aus dem bekannten Film „Das Dschungelbuch“. Dort steht Balu, der Bär, dem Jungen Mogli zur Seite, begleitet ihn durch den Dschungel und hilft ihm, sich in seiner Umgebung zurechtzufinden.

Nach diesem Vorbild übernehmen junge Erwachsene zwischen 17 und 30 Jahren – die sogenannten „Balus“ – eine Patenschaft für ein Kind, das als „Mogli“ bezeichnet wird. Sie treffen sich regelmäßig außerhalb der Schule und verbringen gemeinsame Zeit.

Was ist Balu und Du?

Balu und Du ermöglicht Patenschaften zwischen jungen Erwachsenen und Grundschulkindern. Die Idee: Ein Kind wird für die Dauer eines Jahres von einer Mentorin oder einem Mentor im 1:1-Kontext begleitet.

Durch diese persönliche und regelmäßige Zuwendung helfen die „Balus“ den Kindern, sich in der Gesellschaft besser zurechtzufinden, Selbstvertrauen zu entwickeln und Alltagsherausforderungen zu meistern.

Balu und Du gibt es seit 2001 und wird seitdem wissenschaftlich begleitet. Inzwischen existieren bundesweit über 200 Standorte.

Worum geht es bei Balu und Du?

Unter dem Motto „Mentoring auf Zeit – Wirkung fürs Leben“ verfolgt das Programm die Vision einer solidarischen und kinderfreundlichen Gesellschaft. Ziel ist es, die vielfältigen Potenziale insbesondere von Kindern mit besonderem Unterstützungsbedarf zu fördern, soziale Ungleichheiten zu verringern und Chancengleichheit zu stärken, damit sie mehr Lern- und Lebensfreude erfahren.

Mit dem Mentoring-Programm Balu und Du wird ein nachhaltiger Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeitgeleistet, von dem sowohl die Kinder als auch die jungen Erwachsenen profitieren. Die positiven Effekte des Programms werden zudem durch langjährige Wirksamkeitsforschung bestätigt.

Wer sind die Balus?

An unserem Standort in Leipzig engagieren sich junge Erwachsene zwischen 17 und 30 Jahren ehrenamtlich als „Balus“. Häufig übernehmen sie diese Aufgabe parallel zu ihrem Studium, ihrer Ausbildung oder ihrer Schulzeit.

Die gewissenhafte Auswahl der Balus findet auf Grundlage einer aussagekräftigen Bewerbung und der Vorlage eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses statt. In einem persönlichen Gespräch prüfen wir zudem ihre Eignung und Motivation als Mentorin oder Mentor.

Wer sind die Moglis?

Die „Moglis“ sind Grundschulkinder im Alter von 6 bis 10 Jahren. Dabei handelt es sich um ganz unterschiedliche Kinder mit individuellen Bedürfnissen, Wünschen und Erwartungen. Manche von ihnen wachsen unter besonderen Lebensumständen auf und freuen sich über zusätzliche Zuwendung. Genau hier setzt das Programm an, indem es ihnen eine verlässliche Bezugsperson zur Seite stellt.

Wie kommen die Moglis ins Programm?

Die Kinder werden in der Regel von Lehrkräften oder pädagogischem Fachpersonal für die Teilnahme am Programm vorgeschlagen. In Absprache mit den Eltern erfolgt anschließend die Anmeldung über eine zuständige Vermittlungsperson. Auch Eltern können ihr Kind für das Programm anmelden (mehr Informationen dazu finden sich unter dem Punkt “Eltern”).

Matching: Wie kommen Balu und Mogli zusammen?

Die Koordinatorin prüft anhand der Bewerbungen und Anmeldungen gemeinsame Interessen und achtet darauf, dass Balus und Moglis möglichst wohnortnah zueinander leben, damit die Treffen unkompliziert stattfinden können. Nach dem Kennenlernen aller Beteiligten treffen sich Balu und Mogli regelmäßig.

Wie sieht ein klassisches Treffen zwischen Balu und Mogli aus?

Bei den Treffen stehen die Wünsche und Interessen des Kindes im Mittelpunkt. Sie finden meist unter der Woche am Nachmittag statt und sind in den Alltag eingebettet.

Die Aktivitäten reichen von ganz alltäglichen Treffen wie Spielen auf dem Spielplatz, Eis essen oder Fahrradfahren im Park bis hin zu besonderen Highlights wie einem Ausflug ins Schwimmbad, in die Kletterhalle oder in den Zoo. Dabei wird oft gemeinsam gegessen und sich ausgetauscht – Zeit für Spaß, Gespräche und gemeinsame Erlebnisse.

Wie werden die Treffen zwischen Balu und Mogli finanziert?

Die Balus erhalten zu Beginn ihres Jahres ein Taschengeld, das an unserem Standort durch Spendengelder finanziert wird.

Welche Rolle spielt Kinderschutz bei Balu und Du?

Der Balu und Du e.V. ist sich der sensiblen Situation im Mentoring bewusst und setzt alles daran, Kindeswohlgefährdung vorzubeugen, Probleme frühzeitig zu erkennen und Unterstützung anzubieten. Das Wohl der Kinder hat dabei oberste Priorität, wobei die Balus eine wichtige Verantwortung tragen. Zu diesem Zweck wurde das Programm „Kinderrechte und Prävention von Kindeswohlgefährdung“ entwickelt, das einen respektvollen Umgang fördert, Grenzverletzungen vorbeugt und im Verdachtsfall Unterstützung bietet. Gleichzeitig wird auch das Wohl der Mentor:innen berücksichtigt. Während der gesamten Programmlaufzeit ist die Programmkoordination Ansprechperson für alle Anliegen und sorgt für die Begleitung von Kindern und Mentor:innen.

Seit wann gibt es Balu und Du in Leipzig und was hat das Programm mit crossover skul zu tun?

Jedes Kind verdient individuelle Förderung und verlässliche Begleitung – das steht im Mittelpunkt unserer Arbeit bei Balu und Du in Leipzig. Als Teil des freien Trägers crossover skul, der sich in Schulprojekten und Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche engagiert, starteten wir 2015 ein Mentoring-Angebot für Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf. In unserer Arbeit wurde schnell deutlich, wie groß der Bedarf an individueller Zuwendung ist.

Aus ersten ehrenamtlichen Ansätzen entwickelte sich daher der Wunsch nach einem strukturierten Programm mit klaren Qualitätsstandards, verlässlichen Rahmenbedingungen und nachgewiesener Wirksamkeit – auch im Hinblick auf nachhaltige Finanzierungsmöglichkeiten. Mit dem Mentoring-Programm Balu und Du fanden wir genau diesen Partner und konnten noch im selben Jahr mit Unterstützung des Vereins den Standort in Leipzig aufbauen.

Ich arbeite an einer Schule und möchte gerne Schüler:innen an das Programm vermitteln. Wie gehe ich vor?

Bitte nehmen Sie Kontakt mit der Programmkoordination auf. Sie informiert Sie über die weiteren Schritte und lässt Ihnen die erforderlichen Unterlagen zukommen.

Ich wäre gern Balu. Was muss ich tun, um bei Balu und Du mitzumachen?

Bitte fülle das Kontaktformular auf dieser Seite aus oder melde dich persönlich bei unserer Koordinatorin Mirijam Olschewski. Sie wird mit dir Kontakt aufnehmen und dir im ersten Schritt einen Bewerbungsbogen zukommen lassen.

So kannst du sie erreichen:

📧 per Mail unter mentoring@crossoverskul.info,

telefonisch unter 0341 5194381 

💬 per WhatsApp unter 01632122165

Warum gibt es eine Altersbeschränkung von 17–30 Jahren für die Balus?

Die Grundidee ist, dass Kinder eine verlässliche Bezugsperson an die Seite gestellt bekommen – einen jungen Menschen, der bereits eine gewisse Reife und Lebenserfahrung mitbringt, und eine ergänzende Bezugsperson zu Eltern, Lehrer:innen oder Sozialarbeiter:innen darstellt. Die Mentor:innen sollen nah an der Lebenswelt der Kinder sein und als authentische Begleiter:innen wahrgenommen werden – nicht als „Beauftragte“ der Erwachsenenwelt.

Welche guten Gründe gibt es, bei „Balu und Du“ mitzumachen?

  • Du engagierst dich im sozialen Bereich und leistest einen wertvollen Beitrag zu Integration und einer solidarischen Gesellschaft.
  • Du sammelst vielfältige Erfahrungen im pädagogischen Bereich und erhältst am Ende deines Engagements ein Zertifikat, das in Bewerbungen gern gesehen wird.
  • Du verbindest praktische Erlebnisse mit theoretischer Reflexion und erfährst, wie schon kleine Gesten ein Kind stärken und sein Selbstbewusstsein fördern können.
  • Du darfst positive Veränderung im Leben eines Kindes ganz nah miterleben.

Welcher (Zeit-)Aufwand erwartet mich, wenn ich mich ehrenamtlich bei Balu und Du engagiere?

  • Das Mentoring zwischen Balu und Mogli dauert ein Jahr. Die Treffen finden wöchentlich oder mindestens alle zwei Wochen für 1–3 Stunden statt.
    • Nach jedem Treffen dokumentierst du deine Erfahrungen kurz in einem Online-Tagebuch.
    • Alle zwei Wochen nehmen alle Balus an einem Begleitseminar (60–90 Minuten) teil. Dort gibt es Gelegenheit zum Austausch, außerdem werdet ihr zu verschiedenen Themen geschult.
    • Zu Beginn der Patenschaft nimmst du außerdem an zwei verpflichtenden Präventionsschulungen zum Thema Kinderschutz teil.

Wir haben Interesse an Balu und Du für unser Kind – was sind die nächsten Schritte?

Im Regelfall werden die Kinder von den Schulen für das Programm vorgeschlagen.
Wenn Sie sich als Eltern oder Sorgeberechtigte einen Balu als großen Freund für Ihr Kind wünschen, wenden Sie sich bitte an die Grundschule Ihres Kindes.

Sie können sich auch persönlich bei unserer Koordinatorin melden und Kontakt aufnehmen. Für die Vermittlung ist jedoch in jedem Fall eine Kontaktperson seitens der Schule erforderlich.

 Wie lange dauert es, bis (m)ein Kind einen Balu bekommt?

Die Wartezeit kann ja nach Situation unterschiedlich ausfallen. Manchmal geht es schnell, manchmal braucht es etwas Geduld – das hängt davon ab, wie viele Ehrenamtliche gerade zur Verfügung stehen und wie gut die Passung zwischen Balu und Kind ist. Wir tun unser Bestes, um für jedes Kind den richtigen Balu zu finden.

Warum sollte mein Kind am Programm teilnehmen?

Hier sind einige mögliche Gründe, warum es gut ist, wenn Ihr Kind einen Balu bekommt:

  • Ihr Kind trifft sich regelmäßig mit seinem Balu und erlebt dabei außerhalb der Schule viele neue Dinge.
  • Ihr Kind erhält keine klassische Nachhilfe, lernt aber durch informelles Lernen ganz nebenbei wichtige Alltagskompetenzen.
  • Ihr Kind hat vielleicht unentdeckte Begabungen – sein Balu kann diese erkennen und fördern.
  • Ihr Kind bekommt mit seinem Balu eine:n zuverlässige:n Begleiter:in. Wir achten darauf, dass die Patenschaft verantwortungsvoll gestaltet wird.
  • Ihr Kind gewinnt einen neuen großen Freund, mit dem es über alles sprechen kann.
  • Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Kinder durch die Teilnahme ihre Konzentrationsfähigkeit verbessern, was sich oft positiv auf die schulischen Leistungen auswirkt.
  • Ihr Kind wird mit seinem Balu eine wertvolle Zeit erleben – das stärkt seine persönliche Entwicklung.

 Was kostet die Teilnahme am Programm?

Die Teilnahme am Programm ist kostenfrei.

 Ich habe mehrere Kinder – können sie auch an einem Treffen teilnehmen?

Das ist leider nicht möglich. Für die Kinder ist es wichtig und schön, mit dem Balu jemanden ganz für sich allein zu haben.

Wenn Ihre anderen Kinder zwischen 6 und 10 Jahren alt sind, können sie möglicherweise selbst eine:n Balu bekommen. Sprechen Sie dazu am besten die Lehrkraft Ihrer Kinder an.

Ist mein Kind während der Treffen abgesichert?

Während der gemeinsamen Treffen sind sowohl Ihr Kind als auch der oder die Mentor:in über den Balu und Du e.V. unfall- und haftpflichtversichert.